Am 12. März 2020 stand im Küstenmuseum ein alltäglicher Gegenstand mit überraschend vielfältiger Geschichte im Mittelpunkt.
Dr. Stefan Krabath vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung sprach über Fingerringe im Mittelalter. Diese dienten keineswegs ausschließlich als Schmuck. Ringe konnten Zeichen persönlicher Bindungen und gesellschaftlicher Stellung sein und wurden zugleich als Talismane oder Amulette getragen.
Archäologische Funde ermöglichen heute faszinierende Einblicke in Glaubensvorstellungen, Lebensweisen und handwerkliche Fähigkeiten vergangener Jahrhunderte.
Der Vortrag zeigte eindrucksvoll, wie selbst kleine Fundstücke große Geschichten erzählen können und welchen Beitrag die Archäologie zu unserem Verständnis des mittelalterlichen Alltags leistet.
